Selber verchromen: mit dem nötigen Wissen Geld sparen

Das Verchromen von Metallteilen ist besonders in der Auto-Tuning-Szene beliebt: Felgen und andere Teile werden dort verchromt, um einen auffälligen optischen Glanzeffekt zu erzielen.

Das Verchromen von Bauteilen kann teuer werden – in der Fachwerkstatt kommt durch das umfangreiche Verfahren einiges an Arbeitszeit zusammen. Wer den Aufwand nicht scheut und Erfahrung mitbringt, der kann die entsprechenden Teile auch selber verchromen. Benötigt werden dazu sogenannte galvanische Säurebäder, durch die elektrischer Strom geleitet wird. Der ablaufende Prozess wird als Galvanisierung bezeichnet.

Zunächst sollte man sich darüber klar werden, ob man das jeweilige Teil aus dekorativen oder funktionalen Gründen beschichten möchte. Für die erste Option ist eine glänzende Chromschicht empfehlenswert, wer lediglich auf einen erhöhten Korrosionsschutz und andere praktische Eigenschaften Wert legt, der kann das Bauteil auch durch Galvanotechnik vernickeln – dies ist die preisgünstigere Variante, zudem spart man sich die aufwendigen Schleif- und Polierarbeiten.

Zum Verchromen müssen die Teile zunächst gründlich gesäubert und von eventuellen Lackresten befreit werden. Rost wird mit einem Salzsäurebad bekämpft, bereits vorhandene Nickel- oder Chromschichten werden in einem Elektrolyt-Bad entfernt. Anschließend erfolgt das Abschleifen und Polieren. Meist wird dann zuerst eine Schicht aus Kupfer aufgebracht, bevor eine Nickelschicht und schließlich die Chromschicht folgt.

Aufgrund der Komplexität des Verfahrens, bei dem mit Säure und Strom hantiert wird, sollte man nur mit entsprechend großem Erfahrungsschatz selbst verchromen. In vielen Fällen ist das Aufsuchen einer Fachwerkstatt empfehlenswerter.