Für Eigentümer eines Holzhauses ist es wichtig, im Schadensfall abgesichert zu sein. Eine spezifische Holzhaus-Versicherung deckt die unterschiedlichen Risiken wie Feuer, Sturm und Hagel ab.
Es gibt Versicherungen für fast alles. Manchmal mag das übertrieben scheinen. Aber in bestimmten Fällen ist es sinnvoll, sich für das spezielle Gebiet zu versichern. Dies gilt zum Beispiel für Eigentümer eines Holzhauses. Ein Holzhaus ist anfälliger für viele Einflüsse von außen als ein Haus aus Stein, Beton oder Metall.
Auf der Hand liegen natürlich die Gefahren, die durch Feuer drohen. Ist das Haus gar mit einem offenen Kamin ausgestattet, so ist eine spezielle Holzhaus-Versicherung sehr ratsam. Aber auch andere Naturereignisse bedrohen ein Holzhaus mehr als andere Häuser. So ist es zum Beispiel nicht in gleichem Maße widerstandsfähig gegen Sturm, Wind und Regen. Nur für Erdbeben gilt das nicht, da ein Holzhaus durch seine Flexibilität hier eine größere Chance hat, nicht einzustürzen. Neben den Naturereignissen gilt es, die Gefahren durch Schädlinge, Pilze und Schwämme zu beachten. Denn ist ein Holzhaus einmal befallen, kann es nur noch mit aufwendigen und oft sehr teuren Maßnahmen gerettet werden.
Eine spezielle Holzhaus-Versicherung beachtet Risiken in allen genannten Bereichen. Sie kann, bei entsprechenden Abschlüssen, neben der generellen Absicherung gegen Feuer, Leitungswasser und Sturm und Hagel ebenso Versicherungsbereiche wie Bauherrenhaftpflicht, Hausrat- und Glasversicherungen, Restschuld- und Berufsunfähigkeitsversicherungen beinhalten.
Bei einem Abschluss sind Angaben zum Gebäudehersteller, der Bauweise sowie der Verschalung und Holzart des Hauses zu machen. Ebenfalls muss über Baujahr, Wohnfläche und Versicherungswert Auskunft gegeben werden. Dies ist nicht anders als bei anderen Versicherungen im Gebäude- und Immobilienbereich. Ob eine Holzhaus-Versichung kostspieliger als andere Gebäude-Versicherungen ist, ist mit jedem Versicherungsanbieter individuell auszuhandeln. Denn oft ist der Grundwert eines Holzhauses nicht so hoch wie bei anderen Gebäuden, sodass die Versicherungssumme oft etwas niedriger ausfällt. Obwohl die Anfälligkeit eines Holzhauses größer ist als bei Gebäuden aus Stein, muss die Summe für die Versicherung also nicht unbedingt höher sein.
21. Dezember 2010