Tipps und Hinweise zum Beurteilungen schreiben

Beurteilungen gehören zum täglichen Leben. Dabei handelt es sich meist um persönliche Wahrnehmung einer Person. Die Einschätzung sollte aber ein objektives Bild der Person widerspiegeln.

Es gibt verschiedene Arten von Beurteilungen. Aus der Grundschulzeit sind die Informationen zur Leistungsentwicklung bekannt. Stärken und Schwächen eines Kindes sowie das Sozialverhalten werden dargestellt. Eine andere Variante ist die Einschätzung des Arbeits- und Sozialverhaltens, die die Schüler ergänzend zu ihrem Zeugnis erhalten. Die Bewertung erfolgt mit Hilfe von Noten. Bei der Beurteilung des Arbeitsverhaltens handelt es sich um die Kriterien Lern- und Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Sorgfalt, Ausdauer und Belastbarkeit sowie Selbstständigkeit. Die Kriterien für das Sozialverhalten sind Verantwortungsbereitschaft, Kooperations- und Teamfähigkeit sowie die Konfliktfähigkeit und Toleranz. Werden die Kriterien genauer betrachtet, so wird festgestellt, dass es sich um Schlüsselqualifikationen handelt. Diese spielen auch beim späteren Beurteilungen schreiben eine große Rolle.

Eine weitere bekannte Form der Einschätzung sind die Arbeitszeugnisse. Es werden einfache und qualifizierte unterschieden. Zum Inhalt des einfachen Zeugnisses gehört neben Vornamen, Familiennamen, Geburtsdatum, Geburtsort, die Art und Dauer der Beschäftigung. Es erfolgt keine Leistungsbewertung. Aussagen über das Verhalten des Mitarbeiters fehlen ebenfalls. Anders verhält es sich bei einem qualifizierten Zeugnis. Neben den Inhalten des einfachen Zeugnisses enthält dieses Aussagen über die Leistungen und das Verhalten des Mitarbeiters. Dazu gehören Aussagen zu den ausgeführten Tätigkeiten sowie zu den Kenntnissen und Fähigkeiten des Mitarbeiters. Hervorzuheben sind Stärken und besondere Fähigkeiten sowie Erfolge, die erzielt wurden. Hat der Mitarbeiter an Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen oder sich selbstständig weiter qualifiziert, dann gehören auch diese Aktivitäten in das Zeugnis. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Einschätzung des Sozialverhaltens. Dieses wird auch als Sozialkompetenz bezeichnet. Beurteilt werden neben dem Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden auch die Loyalität und die Vertrauenswürdigkeit sowie die Kommunikations-, Konflikt- und Kooperationsfähigkeit. Ebenfalls sind Aussagen zur Methoden- und Individualkompetenz üblich. Die Methodenkompetenz umfasst Eigenschaften wie die Analysefähigkeit und Kreativität. Persönliche Eigenschaften wie Leistungsbereitschaft, Motivation, Belastbarkeit und Flexibilität gehören zur Individualkompetenz.

Für die Formulierung von Arbeitszeugnissen ist es ratsam, klare und unmißverständliche Worte zu verwenden.